Titus
Der Münsteraner Händler mit 16 Filialen und eigenem Onlineshop führte 2024 ein neues Warenwirtschaftssystem ein. Die Einführung lief technisch schief, Lieferfähigkeit und Umsatz brachen ein. Im Februar 2025 folgte die Insolvenz in Eigenverwaltung, im Sommer 2025 war das Verfahren beendet und der Betrieb gerettet.
- Was zu spät kam
- Hier kam der Umbau nicht zu spät, sondern ungeprüft. Das Unternehmen nennt die technischen Probleme des neuen Systems als Ursache erheblicher Umsatzeinbußen und Zusatzkosten. Nachdem das System stabil lief, erholten sich Umsatz und Liefertreue wieder.
- Was daneben ebenfalls wirkte
- Konsumzurückhaltung und ein schwacher Modehandel werden als zweite Ursache genannt und trafen die ganze Branche.
Ein Digitalisierungsprojekt kann einen gesunden Betrieb umwerfen. Deshalb gehört die Messung vor den Umbau, nicht danach.
